Your coffee geek!

Wer ist „your coffee geek“ und warum machen wir das…

Ich habe eine French-Press, einen Siebträger, eine Caffetierra, eine AeroPress und einen Mesingfilter zu Hause. Ein Bild der unterschiedlichen Kaffeepflanzen, Sorten und deren Verwandtschaftsverhältnisse hängt beleuchtet im Wohnzimmer. Ich schlürfe Espresso. Ich habe keine Blumen auf der Fensterbank aber Kaffeepflanzen. Im Skiurlaub habe ich Kaffee und kein Schnaps dabei. Ich habe immer mindestens 3 Sorten Kaffee zu Hause. Aber warum eigentlich?

Weil ich ein Kaffee-Geek bin, und das kam so:

Im Januar 2011 habe ich mich dazu entschieden eine Reise zu unternehmen. Wohin war erstmal unbekannt, dafür war lange und weit weg viel wichtiger. Also erstmal nach Australien Freunde besuchen. Wer einmal in der Gegend um Melbourne ist, kann sich dort ein paar tolle Cafés und kleine Röstereien ansehen. Dann ging es weiter nach Asien. Auf Bali gab es tolle Kaffees aber man wusste eigentlich nie was man bekommt. Einmal gab es einen hervorragenden Kaffee und beim nächsten Mal wieder „Instant“. In Dalat (Vietnam) konnte ich schon ein bisschen mehr hinter die Kulissen kucken. Dort in den Bergen gab es kleine Röstereien und eine interessante Kaffeekultur konnte ich in Hanoi finden.  Später habe ich festgestellt, dass es auch in Laos und Kambodscha heute gute Kaffeeanbaugebiete gibt.

Kaffeeplantage

Über den Teich in Canada hatte ich dann die Möglichkeit in einer Kaffeerösterei zu arbeiten. Dank der Hilfe von Saltspring Coffee hatte ich die Gelegenheit zu sehen wie eine gut funktionierende Rösterei aufgebaut ist. Acht Monate habe ich dort in Vancouver gearbeitet.

Kaffee rösten

Vom Marketing bis zum Rösten und vom Cupping bis zur Logistik, ich habe mir alles angesehen, aufgeschrieben, Fragen gestellt und vieles in Videos dokumentiert. Zu diesem Zeitpunkt war mir klar, dass ich dabei bleiben möchte. Aber um alles über Kaffee zu wissen muss man doch mal ein paar Monate auf einer Farm gewesen sein… Next stop Costa Rica. In Costa Rica gibt es schon tollen Kaffee und der kommt natürlich aus den Bergen zwischen 1200 und 2000m Höhe. Dort habe ich dann die ersten Farmen in Zentral-Amerika gesehen, hier und da mal eine Kirsche gepflückt, getrocknet geröstet, gemahlen und zubereitet – ein Traum.

Kaffeepflanze

Bis Panama ist es nicht weit und Kaffee gibt es dort auch, also bin ich über die Grenze gegangen. In Panama wollte ich dann erstmal bleiben, also habe ich in Boquete als englisch-Lehrer in einem Hotel angefangen und die hiesige Flora studiert.

Kaffee Babies

Geisha ist eine besondere Art der Kaffeepflanze die in Boquete häufig vorkommt. Dieser Kaffee ist sehr lecker und manchmal sogar sehr sehr teuer. Die Japanische Emperor Familie kauft diesen Kaffee, ob das am Namen liegt? Wie auch immer, Kolumbien hat jedenfalls auch tollen Kaffee also bin ich dort hingesegelt. Von Cartagena habe ich den Bus in die Berge genommen mit dem Ziel Kolumbiens Kaffee Dreieck kennenzulernen. Alle diese Orte in den Bergen; da wo der Kaffee wächst, besitzen ihre eigene Magie und die möchte ich in Zukunft in die Kaffeetasse transportieren.

Kolumbiens Kaffee Dreieck

Nach all den Besichtigungen verschiedener Orte in verschiedenen Ländern fehlt nun doch noch dieser lange Aufenthalt auf einer Farm, also nehme ich den Flieger nach Peru, da war ich noch nicht und dort habe ich durch die mittlerweile vielen Kaffee Kontakte die Chance dazu bekommen.

Dago und Cesar von Chacra D'Dago

Dagoberto, Thomas, Cesar Marin auf  La Chacra D’Dago, Peru

Villa Rica liegt von Lima aus nur einen Katzensprung weit entfernt. Man fährt aus der Wüste raus, dann nimmt man die Serpentinenstraße in die Berge. Wenn man auf 5000m Höhe über dem Meer ist überquert man den Berg Ticlio.  Die Luft ist dünn und es ist kalt. Dann geht es wieder eine Serpentinenstraße bergab, die Straße ist bescheiden, es wackelt und rumst aber wenn man in den Nebelwald kommt ist man schon so gut wie da. 10 Std nach dem Start in der Wüste von Lima ist man in Villa Rica, ein Katzensprung sag ich doch. Dort hat es mir jedenfalls sehr gut gefallen. Ich bin ca. 4 Monate dort geblieben habe noch mehr über Kaffee gelernt, viele neue Freunde gefunden und ein anderes Leben kennengelernt. An der Stelle nochmal ein Herzliches Dankeschön an meine Freunde und zweite Familie der Finca Santa Rosa, Peru.  

Kaffee Bauern in Peru

Nach insgesamt 14 besuchten Ländern, einiger kaputter Schuhe und T-Shirts bin ich nach zweieinhalb Jahren wieder heimgekehrt. Das einzig logische erscheint mir nun greenleafcoffee.de wo ich all mein Wissen bündeln kann. All die kleinen Details, Hinweise und Traditionen die ich auf dem Weg kennen gelernt habe möchte ich zusammenfassen und mit ein bisschen „Magic“ zu einem außerordentlichen Produkt werden lassen.

Als kleinen Ausblick für die Zukunft wünsche ich mir, dass ich mit dem Projekt auch etwas an die Gemeinschaft in Villa Rica zurückgeben kann. Das Ziel ist ein kleines Projekt zu starten, um den wunderschönen Nebelwald vor der Abholzung zu bewahren. Dafür werde ich ein Stück Land in der Gegend um Villa Rica schützen und wieder aufforsten.  Wenn Du mehr Infos dazu möchtest und/oder gerne von Anfang an dabei sein möchtest, kannst Du mir gerne eine Email schreiben: info@greenleafcoffee.de

Danke fürs Lesen und Teilen
Thomas von Greenleaf Coffee

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